Waldmeisterbowle ist ein klassisches Frühlingsgetränk, das besonders im Mai und an warmen Frühsommertagen gut passt. Der frische Waldmeister gibt der Bowle ihr typisches feines Aroma, ohne dass sie künstlich schmecken muss. Mit gekühltem Wein, Sekt, Mineralwasser, Zitrone und Erdbeeren entsteht eine leichte Bowle für Gäste, Gartenrunde oder Familienfeier.
Rezept-Steckbrief
Portionen: 8 Gläser
Zubereitungszeit: 15 Minuten
Ruhezeit: 30 Minuten
Gesamtzeit: 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: einfach
Zutaten:
- 1500 ml trockener Weißwein, gut gekühlt
- 750 ml trockener Sekt, gut gekühlt
- 500 ml Mineralwasser mit Kohlensäure, gut gekühlt
- 250 g Erdbeeren
- 2 Bio-Zitronen
- 80 g Zucker
- 1 Bund frischer Waldmeister, etwa 15 bis 20 g
Zubereitung:
- Den Waldmeister vorsichtig verlesen, nicht waschen, sondern nur ausschütteln. Falls er sehr frisch gepflückt ist, die Stiele 2 bis 3 Stunden anwelken lassen, damit sich das typische Aroma besser entfaltet.
- Die Zitronen heiß abwaschen. Eine Zitrone in dünne Scheiben schneiden, die zweite Zitrone auspressen.
- Die Erdbeeren waschen, putzen und je nach Größe halbieren oder in Scheiben schneiden.
- 500 ml Weißwein mit Zucker und Zitronensaft in ein großes Bowlegefäß geben. Rühren, bis sich der Zucker weitgehend gelöst hat.
- Den Waldmeister zu einem kleinen Sträußchen binden und kopfüber in den Wein hängen. Die Schnittstellen der Stiele sollten möglichst nicht in der Flüssigkeit liegen, damit die Waldmeisterbowle nicht bitter wird.
- Den Waldmeister 20 bis 30 Minuten ziehen lassen. Danach das Sträußchen herausnehmen. Länger sollte es nicht in der Bowle bleiben, weil das Aroma sonst zu kräftig und leicht herb werden kann.
- Den restlichen Weißwein, die Zitronenscheiben und die Erdbeeren dazugeben. Alles vorsichtig umrühren.
- Kurz vor dem Servieren den gut gekühlten Sekt und das Mineralwasser angießen. Die Bowle behutsam mischen, damit die Kohlensäure erhalten bleibt.
- Die Waldmeisterbowle sofort gut gekühlt servieren.
Tipps für eine gute Waldmeisterbowle
Für eine natürliche Waldmeisterbowle braucht es keinen Sirup und keine grüne Lebensmittelfarbe. Das Getränk bleibt eher hell und klar, bekommt aber ein feines, echtes Waldmeisteraroma. Wichtig ist, den Waldmeister nicht zu lange ziehen zu lassen und nicht zu viel davon zu verwenden.
Am besten eignet sich Waldmeister, der noch nicht voll blüht. Frisch gepflückte Stiele sollten kurz anwelken, denn erst dadurch entwickelt sich der typische Duft. Wer Waldmeister aus dem Garten verwendet, sollte sicher sein, dass er unbehandelt ist.
Für die Bowle passen trockener Weißwein und trockener Sekt besonders gut, weil Erdbeeren und Zucker bereits milde Süße mitbringen. Wer es etwas leichter mag, kann den Anteil Mineralwasser erhöhen und dafür etwas weniger Wein verwenden.
Aufbewahrung und Vorbereitung
Waldmeisterbowle schmeckt frisch am besten, weil Sekt und Mineralwasser ihre Kohlensäure mit der Zeit verlieren. Die aromatisierte Weinbasis mit Waldmeister, Zucker und Zitrone kann etwa 1 bis 2 Stunden vor dem Servieren vorbereitet und kalt gestellt werden. Sekt, Mineralwasser und Erdbeeren kommen erst kurz vor dem Ausschenken dazu.
Reste sollten abgedeckt im Kühlschrank stehen und am selben Tag verbraucht werden. Zum Einfrieren eignet sich die Bowle nicht, da Aroma, Früchte und Kohlensäure darunter leiden.
Passende Anlässe und Beilagen
Diese Bowle passt gut zu Frühlingsfesten, Maifeiern, Grillabenden und einfachen Kaffeerunden im Garten. Dazu schmecken kleine herzhafte Häppchen, belegte Brote, Flammkuchen, Käsegebäck oder ein einfacher Erdbeerkuchen.
Wer eine alkoholfreie Variante anbieten möchte, bereitet die Waldmeisterbasis mit Apfelsaft und Mineralwasser zu und gibt zum Schluss alkoholfreien Sekt dazu. Die Ziehzeit für den Waldmeister bleibt dabei gleich.
Waldmeisterbowle ist ein einfaches Rezept, bei dem die richtige Ziehzeit wichtiger ist als viele Zutaten. Gut gekühlt, frisch angesetzt und mit etwas Zitrone und Erdbeeren serviert, schmeckt sie angenehm leicht und natürlich.
